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Die richtige Ladungssicherung beim Anhängertransport

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Auch wenn die Transportstrecke der zu transportierenden Ladung kurz ist oder das Weglassen der Ladungssicherung aus Zeitspargründen praktisch erscheint, darf die Ladung niemals ungesichert transportiert werden. Jede Ladung muss bedingungslos laut StVZO, BGV D 29 und einer VDI-Vorschrift sicher festgezurrt werden.

Das wichtigste Hilfsmittel zur Ladungssicherung bei PKW-Anhängern ist der Zurrgurt. Zurrgurte mit Ratsche sichern die Ladung auch bei schnellen Lenkmanövern und auf schlechter Straße und verhindern das Rutschen des Ladeguts bei einer Gefahrenbremsung. Zu beachten ist hierbei eine gleichmäßige Verteilung der gesamten Ladung auf dem Anhänger über der Achse unter Beachtung der optimalen Stützlast. Auch beim Einsatz eines Planenanhängers ist die Ladung entsprechend zu sichern, da weder die Plane noch die Unterkonstruktion (Spriegel) des Anhängers eine ausreichende Sicherung der Ladung gewährleisten kann. Die im Artikel vorgestellten Mittel zur Ladungssicherung finden Sie auch bei uns im Shop unter der entsprechenden Rubrik.

Zurrgurte leihen

Wer zuhause keine Zurrgurte oder Sicherungsmittel zur sachgemäßen Ladungssicherung hat, der kann meist über große Autovermietungen entsprechende Spanngurte gegen eine Gebühr ausleihen. Achten Sie dennoch bei den ausgeliehenen Zurrgurten auf den Zustand.

Kauf von Zurrgurten

Beim Kauf von Zurrgurten sollten Sie auf gewisse Standards und Voraussetzungen achten, so sollte jeder Spanngurt zur Ladungssicherung mit EN 12195-2 gekennzeichnet sein. Desweiteren sind Zurrgurte mit Ratschen leichter zu spannen als Gurte mit Klemmschloss. Die Reißkraft der Spanngurte ist in daN (Deka-Newton) angegeben, wobei 1 daN ca. dem Gewicht von 1 kg entspricht.

Arten der Ladungssicherung mit Zurrgurten

Niederzurren

Bei der Ladungssicherung gibt es verschiedene Möglichkeiten die Ladung entsprechend mit Spanngurten auf dem Anhänger zu sichern. Bei schwerem und sperrigem Ladegut bzw. Paletten wird die Ladung mit mehreren Spanngurten jedoch mindestens zwei mit der Ladefläche verbunden. Diese Art der Ladungssicherung nennt sich Niederzurren (kraftschlüssige Ladungssicherung) und funktioniert am Besten mit Zurrgurten, welche bereits mit einer Ratsche ausgestattet sind. Hierdurch wird die Ladung auf die Ladefläche gepresst, damit durch die erhöhte Reibungskraft ein Verrutschen der Ladung verhindert wird. Eine zusätzliche Erhöung des Gleitreibbeiwertes ist durch spezielle Antirutschmatten (reibwerterhöhende Unterlagen) möglich. Das Ladegut muss hierfür formstabil sein, der optimale Zurrwinkel beträgt dabei 90°. Nach Fahrtantritt sollten Sie besonders beim Niederzurren die Ladungssicherung erneut auf Spannung prüfen und eventuell nachspannen.

Eine weitere Art der Ladungssicherung ist das Direktzurren (formschlüssige Sicherungsart), bei welcher das jeweilige Transportgut mit mehreren Spanngurten direkt über enstprechende Zurrpunkte an Bordwänden oder der Anhängerladefläche befestigt wird. Je nach Möglichkeiten der Befestigungspunkte am Anhänger eignet sich das Diagonalzurren, Schrägzurren oder das horizontale Verzurren besser. Falls möglich sollten Sie bei jeder Ladungssicherung Formschluss mit den Bordwänden mithilfe von Kanthölzern oder Paletten herstellen.

Bei den oben genannten formschlüssigen Zurrtechniken werden mindestens vier Zurrgurte benötigt, welche nur handfest gespannt werden. Außerdem müssen beim Schräg- und Diagonalzurren der Vertikalwinkel ɑ und der Horizontalwinkel β berücksichtigt werden. Beim horizontalen Verzurren ist lediglich der Horizontalwinkel β zu beachten. Der Winkel ɑ sollte bei 20° bis 70° und der Winkel β im Bereich von 6° bis 55° liegen.

Was ist bei Zurrgurten zu beachten

Zurrgurte dürfen auf keinen Fall verknotet werden, da diese an Festigkeit verlieren und die Gefahr besteht, dass die Gurte reißen. Das gilt auch bei Überlastung der Spanngurte. Um die Bruchgefahr zu minimieren ist es auch notwendig die Spanngurte vor Gebrauch auf ihren Zustand zu prüfen, um sicher zu stellen, dass die Gurte weder beschädigt noch verschließen sind. Außerdem sollten Sie berücksichtigen, dass die Spanngurte beim Festzurren nicht verdreht sind. Das Spann- und Verbindungselement des Gurtes darf auch nicht auf einer Kante aufliegen. Beim Niederzurren darf die maximale Handzugkraft SHF (standard hand force) von 50 daN nur von Hand aufgebracht werden, da bei Verwendung von Hilfsmittel z.B. einem Hebel die Zurrmittel überlastet werden.

Zum Schutz der Spanngurte ist grundsätzlich bei scharfen Kanten ein Kantenschoner zu verwenden. Die Spanngurte dürfen nicht mit Lasten überrollt oder gequetscht werden. Für loses Transportgut wie Astwerk oder Laub und Grünschnitte sind Ladungssicherungsnetze zu verwenden.

Empfehlenswertes Zubehör:

  • Kantenschutzprofile
  • Antirutschmatte
  • Ladungssicherungsnetz
11. Mai 2012 |

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